Zweite Runde des Städtewettbewerbs Stadtradeln eingeläutet
Die fahrradaktivsten Städte und Kommunalparlamente, darunter Tübingen, Nürnberg, Ansbach, Hanau, Offenbach am Main und Neumarkt i.d.OPf., wurden am 5. Mai 2009 im Deutschen Museum Verkehrszentrum in München feierlich ausgezeichnet. Zur Abschlussveranstaltung der Aktion Stadtradeln 2008, die zugleich der Startschuss für 2009 war, luden das Städtenetzwerk Klima-Bündnis und die Landeshauptstadt München ein.
Fahrradfahren ist aktiver Klimaschutz
Hep Monatzeder, Bürgermeister der Landes-
hauptstadt München, begrüßte rund 70 stadt-
radel-interessierte Teilnehmer. In seinem
Grußwort (57 KB) hob er die hohe Bedeutung des Radverkehrs für nachhaltige Mobilität hervor. Laut Monatzeder gelte es „das Fahrrad ein Stück weiter auf Augenhöhe mit dem motorisierten Individualverkehr zu heben und endlich auch als ernstzunehmendes und gleichwertiges Verkehrsmittel im städtischen Verkehrsraum zu etablieren.“
Stadtradeln gestern und heute
Im Anschluss stellte Joachim Lorenz, Vorsitzender des Klima-Bündnis, in seinem
Grußwort (38 KB) die Kampagne Stadtradeln vor und zeichnete die Preisträger der Aktion Stadtradeln 2008 aus. Als Ansporn weiterhin das Rad zu nutzen, statteten die unterstützenden Firmen ORTLIEB und PAUL LANGE & CO. die prämierten Städte mit praktischen
Fahrradartikeln aus, wie wasserdichte Fahrradtaschen, Helme, Reifen und Fahrradcomputer.
Für ein besseres Klima in der Stadt
Der Auszeichnung folgten zwei Fachvorträge.
Der Klima-Experte und langjährige ZDF-Wetter-
moderator Dieter Walch erläuterte, wie Mobilität einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Er bezeichnete Kommunen als wichtigste Akteure im Kampf gegen den Klimawandel und rief zur Veränderung eingefahrener Verhaltensmuster auf.
Georg-Friedrich Koppen, Verkehrsplaner im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München, stellte in seinem
Vortrag (5,8 MB) gemäß dem Leitbild „kompakt – urban – grün“ erfolgreiche Maßnahmen zur Steigerung des städtischen Radverkehrs vor. Hierzu zählen u.a. das sternförmig auf das Münchner Stadtzentrum zulaufende Radrouten-
netz, die Routenbeschilderung, Abstellanlagen an Haltestellen des öffentlichen Personennahver-
kehrs sowie Fahrradstadtpläne.
Mit dem Fahrrad nachhaltig mobil
Durch einen leckeren Imbiss gestärkt, wurden die Veranstaltungsteilnehmer mit einem Kurzfilm auf amüsante Weise auf die sich anschließende Podiumsdiskussion eingestimmt.
Von Sylvia Hladky (Leiterin Deutsches Museum – Verkehrszentrum) moderiert, diskutierten Britta Coy (Vorstandsmitglied Green City), Marion Löwenfeld (Ökoprojekt – MobilSpiel), Oliver Mietzsch (Deutscher Städtetag) und Manfred Neun (Präsident Europäischer Radfahrerverband) unterschiedliche Ansätze der Radverkehrsför-
derung: angefangen von Mobilitätserziehung in Kindertagesstätten über staatliche Rahmen-
bedingungen bis hin zu Verkehrsentwicklungs-
plänen. Hierbei kamen auch Hiltrud Gödelmann (Stadt Nürnberg), Bernd Schott (Universitätsstadt Tübingen) und Rainer Stache (Stadt Ansbach) als Vertreter der Stadtradelngewinner 2008 zu Wort.
Radfahren als Lustgewinn
Die Quintessenz der Diskussion: Der Umstieg aufs Fahrrad kann gelingen, wenn es Spaß macht. Voraussetzung hierfür sei u.a. eine gute Fahrradinfrastruktur, wie etwa ein ausgebautes Radverkehrsnetz und Fahrradabstellanlagen. Hiltrud Gödelmann betonte, dass die Beteiligung am Stadtradeln zur Radverkehrsförde-
rung beiträgt: "Stolpersteine und Lücken im Radwegenetz fallen den Stadträten auf, dadurch erhöht sich die Motivation, etwas zu ändern."
Die Besichtigung des Deutschen Museum – Verkehrszentrum unter sachkundiger Führung von Sylvia Hladky rundete die Veranstaltung ab.
Auf geht's in die zweite Runde!







